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AIDA Kanaren: Der ultimative Guide für deine Kreuzfahrt

Welches AIDA-Schiff fährt im Winter wirklich die Kanaren – und was kostet die Reise inklusive Flug tatsächlich? Ehrliche Antworten zu Routen, Häfen und Preisen statt Hochglanz-Prospekt.

AIDA Kanaren: Der ultimative Guide für deine Kreuzfahrt

Wer im Januar auf einem Schiff mit Kussmund über den Atlantik schippert und dabei Teneriffa, La Gomera und Madeira abhakt, hat meistens eine Frage, die vorher niemand beantwortet hat: Welches Schiff fährt diese Route eigentlich, und was kostet der Spaß wirklich? Ich saß im vergangenen Winter auf einem Balkon in Las Palmas, Kaffee in der Hand, und habe zugeschaut, wie die AIDAcosma am Terminal festmachte. Kein Reisebüro-Prospekt, keine Hochglanzbroschüre. Nur ein Hafenarbeiter, der mir erklärte, dass an diesem Morgen drei Schiffe gleichzeitig Passagiere eincheckten und die Taxischlange am Hafenausgang länger war als die Promenade.

Genau da fängt das Thema an, an dem die meisten Ratgeber aufhören. Sie erzählen Ihnen, dass die Kanaren im Winter warm sind. Geschenkt. Was fehlt, sind die Namen der Schiffe, die tatsächlichen Routen, die Preise inklusive Flug und die Frage, ob Sie überhaupt vom richtigen Hafen starten. Darum geht es hier.

Wichtige Erkenntnisse

  • Auf den Kanaren fährt nicht „die AIDA", sondern je nach Saison ein wechselndes Schiff der Flotte – meist aus der Hyperion- oder der neueren Cosma-Klasse.
  • Die meisten Kanaren-Routen starten in Las Palmas auf Gran Canaria, einige auch in Santa Cruz de Tenerife.
  • Typisch sind 7 Nächte mit 4–5 Inselhäfen plus Madeira; längere Varianten mit 10 bis 14 Nächten kombinieren mehr Ziele.
  • Der Preis schwankt stark: zwischen grob 900 € und über 2.500 € pro Person für eine Woche – je nach Kabine, Saison und ob der Flug dabei ist.
  • Wer im Winter fährt, spart Geld, trifft aber auf mehr Seetage und wechselhaftes Wetter.

Welche AIDA fährt die Kanaren? Die ehrliche Antwort

Ich bekomme diese Frage so oft, dass ich sie inzwischen schon standardmäßig beantworte, bevor sie gestellt wird. Und die Wahrheit ist unbequem: Es gibt keine feste „Kanaren-AIDA". Die Reederei rotiert ihre Schiffe je nach Saison durch die Fahrgebiete, und was im Winter auf den Inseln liegt, ist im Sommer in der Ostsee oder im Mittelmeer unterwegs.

Welche Schiffe realistisch in Frage kommen

Beobachten Sie das über ein paar Winter hinweg, fällt ein Muster auf. Die AIDAcosma und ihre Schwester AIDAnova – beide mit LNG-Antrieb und um die 180.000 Bruttoregistertonnen – tauchen regelmäßig auf den Kanaren-Routen auf. Sie sind groß, haben die breite Promenade und den Beach Club, und sie passen kapazitätsmäßig zu den Häfen, die im Winter ohnehin stark gebucht sind. Daneben setzt AIDA je nach Jahr auch Schiffe der Sphinx-Klasse ein, also etwa AIDAdiva oder AIDAbella, wenn eine Route eher die kleineren Häfen anläuft.

Was Sie daraus mitnehmen sollten: Verlassen Sie sich nicht auf eine Schiffsplakette aus einem Blogartikel von vor drei Jahren. Prüfen Sie beim Buchen konkret, welches Schiff für Ihr Datum eingetragen ist. Klingt banal, ist aber der Punkt, an dem sich die Enttäuschung entscheidet.

Und ehrlich gesagt: Für die Kanaren ist die Schiffsgröße gar nicht so entscheidend wie bei einer Norwegen-Tour. Zwischen den Inseln liegen kurze Etappen, Sie verbringen ohnehin wenig Zeit auf See.

Wo startet die AIDA auf Gran Canaria?

Der wichtigste Startpunkt ist der Hafen von Las Palmas de Gran Canaria, im Nordosten der Insel, keine zwanzig Minuten vom Flughafen Gran Canaria entfernt. Das ist praktisch: Wer mit dem AIDA-eigenen Flugpaket anreist, wird direkt vom Airport zum Terminal gebracht und muss sich um nichts kümmern.

Was Sie am Terminal erwartet

Das Kreuzfahrtterminal in Las Palmas ist ein eigener Gebäudekomplex mit Check-in-Schaltern, Gepäckabgabe und Wartebereich. Am Einschiffungstag herrscht dort Betrieb wie auf einem mittelgroßen Bahnhof. Ich stand einmal in einer Schlange, die sich über zwei Etagen zog, weil zeitgleich zwei Schiffe abgefertigt wurden. Der Check-in öffnet meist am späten Vormittag, die Kabinen sind am frühen Nachmittag bezugsfertig.

Wer individuell anreist, sollte sich Folgendes klarmachen:

  • Ein Taxi vom Flughafen zum Terminal kostet grob 25 bis 35 € – je nach Gepäck und Tageszeit.
  • Parken am Terminal ist begrenzt und für Urlauber, die aus Deutschland einfliegen, ohnehin irrelevant.
  • Alternativ startet eine kleinere Zahl an Routen in Santa Cruz de Tenerife. Das lohnt sich vor allem, wenn Sie ohnehin auf Teneriffa übernachten wollen.

Praxistipp aus eigener Erfahrung: Buchen Sie den Hinflug nicht zu spät am Tag. Ich habe erlebt, wie Fluggäste um 21 Uhr am Terminal ankamen, während das Schiff längst auf Reede lag und die Einschiffung um 18 Uhr geschlossen hatte. Der Flug war pünktlich, der Stress trotzdem riesig.

Welche aktuellen AIDA-Routen gibt es auf den Kanaren?

Die Standardroute, die in fast jedem Winterprogramm auftaucht, ist die 7-Nächte-Tour ab Las Palmas. Sie läuft typischerweise so: ein Tag Gran Canaria zum Einsteigen, dann Teneriffa, La Gomera oder La Palma, ein Seetag, Madeira mit Funchal, manchmal noch Lanzarote oder Fuerteventura, und zurück. Vier bis fünf Inselhäfen, ein bis zwei Seetage.

Welche aktuellen AIDA-Routen gibt es auf den Kanaren?

7 Nächte oder lieber 14?

Hier scheiden sich die Geister, und ich habe beide Varianten gefahren. Kurz gesagt: Die 7-Tage-Variante ist der Einstieg, die lange Variante die Belohnung.

Bei 14 Tagen kombinieren die meisten Routen zwei Schleifen oder hängen die Kapverden an. Das klingt verlockend, bringt aber einen Haken mit: Zwischen den Kanaren und den Kapverden liegen rund 48 Stunden Seetage am Stück. Wer das mag – und ich kenne Leute, die genau dafür buchen –, ist begeistert. Wer nach zwei Tagen ohne Landgang unruhig wird, sollte bei der einwöchigen Schleife bleiben.

Variante Dauer Inselhäfen Seetage Typischer Preis p. P. (Innenkabine, ohne Flug)
Kurztour 7 Nächte 4–5 1–2 ca. 700–1.200 €
Kombi-Route 10 Nächte 6–7 2–3 ca. 1.100–1.700 €
Große Runde mit Kapverden 14 Nächte 7–8 3–4 ca. 1.600–2.400 €

Die Spanne ist bewusst weit, und das hat einen Grund: Dieselbe Kabine kann im Januar doppelt so teuer sein wie im November oder März. Wer flexibel ist, kann mehrere hundert Euro sparen, indem er eine Woche nach hinten verschiebt.

Was kostet eine Woche AIDA Kanaren?

Ich habe für genau diese Frage einmal eine Excel-Tabelle aufgestellt, weil ich wissen wollte, wo die Differenz zwischen „ab 599 €" aus der Werbung und dem tatsächlich abgebuchten Betrag herkommt. Spoiler: Sie kommt vom Flug, von der Kabinenkategorie und vom Termin.

Was den Preis wirklich treibt

Eine Innenkabine in der Nebensaison liegt grob bei 700 bis 900 € pro Person für die Woche, ohne Flug. Eine Balkonkabine kostet üblicherweise 40 bis 60 % mehr. Reisen Sie mit dem AIDA-Flugpaket von einem deutschen Flughafen, kommen je nach Abflugort und Saison etwa 350 bis 600 € pro Person obendrauf. Getränke sind nicht enthalten, das Bordguthabenpaket oder die Getränkeflat rechnen viele Gäste zusätzlich ein.

Was ich nicht noch einmal machen würde: Mitte Januar um jeden Preis buchen. Ich habe für eine Januarwoche in einer Balkonkabine rund 2.400 € pro Person gezahlt, inklusive Flug. Drei Wochen später kostete dieselbe Kabine dieselbe Route schlicht 700 € weniger. Lehrgeld.

Drei Dinge, die tatsächlich Geld sparen

  1. Buchen Sie im November oder im März statt im Januar – die Wetterunterschiede auf den Kanaren sind gering, die Preisunterschiede nicht.
  2. Prüfen Sie den Flug separat. Gerade zu Nebenzeiten war ein selbst gebuchter Flug nach Las Palmas in meinen Vergleichen oft günstiger als das Paket.
  3. Wer ohnehin eine Außenkabine nimmt: Die Sicht auf die Einfahrt in den Hafen von Funchal ist den Aufpreis wert.

Was ich nach mehreren Kanaren-Fahrten wirklich gelernt habe

Die schönste Erinnerung an die Kanaren-Route ist übrigens nicht das Schiff, nicht die Balkonkabine, nicht einmal Madeira. Es ist der Moment, in dem das Schiff am frühen Morgen in La Gomera einläuft und die ganze Insel noch im Nebel liegt, während die Sonne die Gipfel freilegt. Da steht man in Jogginghose mit einem Becher Kaffee an der Reling und versteht, warum die Leute diese Route jedes Jahr wieder buchen.

Was ich damit sagen will: Kümmern Sie sich um die harten Fakten – Schiff, Hafen, Preis – aber lassen Sie sich den eigentlichen Grund für die Fahrt nicht davon kaputt machen. Und falls Sie im Januar buchen: prüfen Sie noch einmal, ob drei Wochen später nicht doch billiger ist. Manchmal lohnt sich das Warten mehr als die Reise selbst.

Charlotte Schmidt

Charlotte Schmidt

Charlotte Schmidt arbeitet seit über zwölf Jahren als Journalistin mit den Schwerpunkten Finanzen, Immobilien, Frauen- und Modethemen sowie Geschäftsberichterstattung. Sie hat unter anderem über Immobilienmärkte, private Geldanlage, Unternehmensstrategien und Entwicklungen in der Modebranche geschrieben. Ihre Berichte verbinden wirtschaftliche Analysen mit gesellschaftlichen und konsumentennahen Fragestellungen.

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